Künstliche Intelligenz in der Personalberatung – Die strategische Bedeutung der Symbiose von Mensch und Maschine
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Haben Sie noch Fragen?
„Haben Sie noch Fragen?“ Ein Klassiker im Jobinterview – Wie reagieren Sie auf diese Frage am Ende eines gut gelaufenen Vorstellungsgesprächs? Das ist eine Frage, mit der die meisten zwar rechnen, aber dennoch steigt der Blutdruck. Die Frage nach den Fragen hat aberweiter...
Arbeitgeberwechsel in der Coronakrise – ein Rückblick
Onboarding ist wie die Krönung der Verbindung zweier Menschen, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Es muss ideal sein, um eine langjährige Beziehung zu gewährleisten. Die geläufigste Definition von Onboarding ist aus „Taking on Board“ abgeleitet. Was aber, wenn die Pandemie wie ein Sturmweiter...
Eine Krise - Gott sei Dank!
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Eignungsdiagnostik - Marketing vs. Wissenschaft
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Ikigai – weshalb Sie jeden Tag aufstehen
Mal ganz ehrlich: weshalb sind Sie heute morgen aufgestanden? Weil der Wecker geklingelt hat? Weil der Hund raus musste oder die Kinder zur Schule? Weil Sie Geld verdienen müssen? Das Wort „Ikigai“ stammt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus iki =weiter...
Raus aus dem Rollendenken
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„Man“ kann es nicht mehr hören!
In Interviews mit Fachkräften, aber auch Führungskräften, lerne ich oftmals „man“ kennen. „Man“ ist ein besonderes Wesen, denn es ist mal „ich“, mal „wir“ und mal „jemand anderes“. Für mich als Personalberater ist es wichtig zu sehen, welchen Anteil an einer Veränderung hatteweiter...
HR-Management
30.07.2018
Beitrag von Thomas Schmitt

Der erste Eindruck zählt

Lassen sie mich zu Beginn zwei Beispiele aus meiner persönlichen Erfahrung nennen, wenn es um das Thema Onboarding geht.  

Beispiel 1: Sie haben ihren ersten Tag im neuen Unternehmen. Voller Vorfreude sind Sie zum vereinbarten Zeitpunkt da. Sie werden vom Personalverantwortlichen mit einiger Überraschung in Empfang genommen und nach einem kurzen „Guten Morgen“ folgt ein „Ach stimmt, heute ist ja Ihr erster Tag.“ Sie müssen feststellen, dass leider noch nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen sind – am Laptop sind noch nicht alle Programme installiert, das Handy ist noch nicht angekommen, die Visitenkarten müssen erst noch gedruckt werden, ihr fachlicher Vorgesetzter ist auf mehrtägiger Geschäftsreise, und Sie müssen sich im ersten Schritt mit einem Fahrzeug aus dem Pool zufriedengeben, da man Ihr Firmenfahrzeug zu spät bestellt hat.

Beispiel 2: Bereits vor Dienstantritt beim neuen Arbeitgeber, erhalten Sie erste Unterlagen zum Durchlesen und Einarbeiten. Bei wichtigen Emails Ihre zukünftige Aufgabe betreffend, werden Sie bereits in Blindkopie genommen. Zwei Wochen vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn erhalten Sie einen detaillierten Einarbeitungsplan für die ersten vier Wochen mit entsprechenden Flug- und Hotelbuchungen und klare Informationen, wann Sie wen treffen werden und welche Themen beim jeweiligen Meeting auf der Agenda stehen. Flankiert wird dies durch zweiwöchentliche Feedbackgespräche mit Ihrem Vorgesetzten zum Stand der Einarbeitung und offenen Fragen, sowie einem bereits organisierten Teammeeting in der ersten Woche, um Ihr Team und ihre Kollegen kennenzulernen.

Auch wenn diese beiden Beispiele sehr bewusst etwas überzeichnet sind, so verdeutlichen sie doch wie groß die Unterschiede in den Unternehmen sind, wenn es um das Thema Onboarding geht. Nach wie vor wird vielfach unterschätzt, welchen Stellenwert das Thema Onboarding sowohl für das Unternehmen als auch für den neuen Arbeitnehmer hat.

Für den Arbeitnehmer wird es darum gehen, den guten Eindruck den man in den persönlichen Gesprächen vor der Einstellung vom Unternehmen vermittelt bekommen hat, nun auch in der Realität bestätigt zu sehen. Liegt hier ein hohes Maß an Deckungsgleichheit vor, wird der Arbeitnehmer sich in seiner Entscheidung bestätigt fühlen und direkt vom ersten Tag mit einem hohen Maß an Motivation in seine neue Herausforderung starten. Sollte es hier zu Diskrepanzen kommen, wird man noch vor dem wirklichen Start einen ersten Dämpfer in der eigenen Motivation feststellen, und in einigen Fällen führt dies sogar zu einer generellen Hinterfragung der getroffenen Entscheidung.

Auch das Unternehmen sollte ein hohes Interesse an einem guten und reibungslosen Onboarding haben, weil der Mitarbeiter dann deutlich schneller in seine neue Rolle findet und dem Unternehmen somit den gewünschten und erhofften Nutzen bringt. Ferner bietet ein strukturierter Onboarding-Prozess immer auch die Möglichkeit, dass man frühzeitig Schwächen beim neuen Mitarbeiter erkennt und entsprechend gegensteuert. Zu guter Letzt bietet das Onboarding die Chance, den Mitarbeiter direkt und nachhaltig auf die eigene Vision und die eigenen Ziele einzuschwören. Man verhindert damit, dass falsche Prioritäten gesetzt werden und es zu (teuren) Missverständnissen kommt.

Onboarding ist dabei viel mehr als nur die rechtzeitige Bereitstellung der notwendigen Arbeitsmittel, wie Laptop, Handy oder Firmenfahrzeug. In den kommenden Wochen werden wir im Blog etwas genauer darstellen, was aus unserer Erfahrung zu einem vollständigen Onboarding Prozess gehört und wie sich auch der Arbeitnehmer bestmöglich auf seine neue Herausforderung vorbereiten kann. Bleiben sie dran, denn Sie wissen ja: es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck.

 
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Über den Autor Thomas Schmitt
Thomas Schmitt (*1980) hat nach seinem Abschluss als Diplom – Betriebswirt in International Business Administration langjährige Berufserfahrung als Vertriebsleiter und Regionsverantwortlicher in der Wellpappen- und Faltschachtelindustrie sowie der chemischen Industrie gewonnen. Seit 2018 Managing Partner bei insight – International Management Consultants.