Ikigai – weshalb Sie jeden Tag aufstehen
Mal ganz ehrlich: weshalb sind Sie heute morgen aufgestanden? Weil der Wecker geklingelt hat? Weil der Hund raus musste oder die Kinder zur Schule? Weil Sie Geld verdienen müssen? Das Wort „Ikigai“ stammt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus iki =weiter...
Raus aus dem Rollendenken
Ein Mandant ruft an und erteilt uns den Auftrag eine strategisch wichtige Position im Unternehmen neu zu besetzen. Wir vereinbaren uns für das persönliche Briefing Gespräch und im Briefing Gespräch reden wir ausführlich über die Frage, woher der Kandidat denn kommen sollte undweiter...
Die Positionsbeschreibung – Dealbreaker oder Türöffner?
Gute Kandidaten kontaktieren wir telefonisch. Oft hat derjenige gerade den Kopf nicht frei, um sich eine Stellenbeschreibung anzuhören und war auch nicht auf eine solche Ansprache vorbereitet. Sofort biete ich die Zusendung der «Job-Description» an. Und darum soll es in diesem Blog gehen.weiter...
Der Kampf des Beraters mit dem Lebenslauf
Es vergeht kein Tag, an dem uns kein Lebenslauf ins Haus flattert. Kandidaten bewerben sich proaktiv, manche wollen gerne in unsere Datenbank aufgenommen werden, andere haben eine konkrete Vakanz aus unserem Stellenmarkt im Blick. Da ist es also nicht ungewöhnlich, dass man sichweiter...
Umzug für eine Topposition – weil SIE es sich wert sind!
Für einen Recruiter gehöre ich schon zu den älteren Semestern. Da mein Vater eine Karriere im Einzelhandel verfolgte, zogen wir alle drei Jahre um und zwar quer durch Deutschland. Ich ging in verschiedene Kindergärten, Grundschulen und Gymnasien in den unterschiedlichsten Bundesländern. Auch dieweiter...
Kostenerstattung für Bewerber
In Falle eines persönlichen Interviews oder eines Vorstellungsgesprächs beim Mandanten, hat ein Bewerber Anspruch auf die Erstattung seiner Aufwendungen. Dies regelt §670 BGB. Das Bürgerliche Gesetzbuch spricht hier von Aufwendungen, im Sinne von tatsächlich entstandenen Kosten. Die Erstattung der Kosten richtet sich hierbeiweiter...
Einfach nur natürlich sein
Das Interview mit dem Kandidaten ist gelaufen, Berater und Kandidat sind sich einig, dass es Sinn macht den Prozess fortzusetzen und den Kandidaten beim Mandanten vorzustellen. In dieser Situation ist es nicht unüblich, dass sich der Kandidat nochmals meldet und einige Fragen loswerdenweiter...
Ghosting – wenn Kandidaten verschwunden sind
Ghosting – mit diesem Begriff beschreibt man u.a. ein Phänomen, welches ich leider in den letzten zwei Jahren vermehrt beobachten muss. Nach einem ersten Kontakt oder einem ersten Gespräch ist der Kandidat mit einem Mal nicht mehr zu erreichen. Emails bleiben unbeantwortet, Anrufeweiter...
Karriere
27.10.2020
Beitrag von André Limburg

„Man“ kann es nicht mehr hören!

In Interviews mit Fachkräften, aber auch Führungskräften, lerne ich oftmals „man“ kennen. „Man“ ist ein besonderes Wesen, denn es ist mal „ich“, mal „wir“ und mal „jemand anderes“.

Für mich als Personalberater ist es wichtig zu sehen, welchen Anteil an einer Veränderung hatte die Person, die vor mir sitzt. Denn das signalisiert die Einordnung des Kandidaten in das Unternehmen, die Qualifikation, Kreativität, Eigeninitiative und die Entscheidungskompetenz. Konnte sie sich in einen Prozess durch Vorschläge einbringen, konnte sie mitentscheiden, war sie der Entscheider oder hat sie den Prozess sogar initiiert und schließlich für die Umsetzung gesorgt? Das alles ist wichtig, um ein umfassendes Bild der Persönlichkeit zu bekommen und zu bewerten, ob die in Rede stehende Stelle das Richtige für den Kandidaten und natürlich für meinen Mandanten ist. Ein „man hat dann in die Maschine investiert und in Betrieb genommen“, oder „man hat Preisgrenzen eingeführt“ enthält keine Information darüber, welchen Anteil der Kandidat daran hatte. Es erweckt eher den Eindruck der Passivität und des „über sich ergehen lassen“. Bei mir stellt sich dann immer die Frage welche Verantwortung die Person für die eigenen Entscheidungen übernimmt und wie konsequent und glaubhaft die Person Entscheidungen des Unternehmens in die Organisation hinein vertritt. Auf meine Nachfrage wer denn „man“ sei, folgt dann oft ein kurzes Schweigen, gefolgt von einer Erläuterung. Doch kurze Zeit später spricht „man“ genauso weiter.

Nach meiner Erfahrung stechen die Personen heraus, die klar darlegen was sie selbst verantwortet haben (ich), was sie mitentschieden und mitgetragen haben (wir) und was außerhalb des Einflussbereichs entschieden wurde (derjenige). Das betrifft Erfolge und Fehler gleichermaßen. Es geht hier aber nicht nur um Wortspiele und Spitzfindigkeiten. Die Sprache ist der Ausdruck der inneren Sichtweise. Wenn ich mich sprachlich von etwas distanziere, dann distanziere ich mich innerlich auch davon. Als Führungskraft ist das problematisch, denn die Vorgesetzten und Mitarbeiter merken sehr schnell wofür die Führungskraft die Verantwortung übernimmt und wofür nicht. Das hat wiederum entscheidenden Einfluss auf die Wirksamkeit in der täglichen Arbeit.

Je weniger Sie das Wort „man“ verwenden, desto klarer und verbindlicher werden Sie in Ihren Aussagen und auch in Ihren Handlungen. Probieren Sie es aus!

 
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Über den Autor André Limburg
André Limburg (*1970) verfügt über langjährige erfolgreiche Berufserfahrung als Geschäftsführer und Chief Operating Officer sowohl in der Papierveredelung als auch im industriellen Offset- und Tiefdruck im In- und Ausland. Seit 2018 Managing Partner bei insight – International Manage-ment Consultants.