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HR-Management
18.02.2019
Beitrag von Thomas Schmitt

Fachkräftemangel, mal wieder der Fachkräftemangel.

Wir allen kennen ihn, viele von uns reden darüber, ganze Unternehmen widmen sich seiner Lösung, Menschen wie ich schreiben darüber, viele Unternehmen stellt er vor große Probleme,….die Rede ist vom Fachkräftemangel. Kaum ein Thema wird im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland so häufig bemüht, wie der Fachkräftemangel.

Nun war ich kürzlich bei einer Veranstaltung und habe von einem Referenten eine (aus meiner Sicht) sehr gewagte These gehört. Der Referent gab an, dass es in Deutschland keinen Fachkräftemangel gäbe. Es seien mehr als 42 Millionen Fachkräfte vorhanden. Häufig sei es nur so, dass diese Fachkräfte nicht in den betroffenen Unternehmen arbeiten wollten. Eine sehr bewusst überspitze Darstellung, der ich im Grundsatz und in dieser Schärfe auch nicht zustimmen kann, aber dennoch regt diese These zum Nachdenken an und verleitet dazu, sich dem Thema nochmals intensiver zu widmen.

Die Definition des Fachkräftemangels auf Wikipedia liest sich wie folgt

Als Fachkräftemangel bezeichnet man den Zustand einer Wirtschaft, in dem eine bedeutende Anzahl von Arbeitsplätzen für Mitarbeiter mit bestimmten Fähigkeiten nicht besetzt werden kann, weil auf dem Arbeitsmarkt keine entsprechend qualifizierten Mitarbeiter (Fachkräfte) zur Verfügung stehen. Anzeichen für einen Fachkräftemangel können etwa überdurchschnittliche Gehaltsentwicklungen einer Fachrichtung sein.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Fachkräftemangel)

Soweit so gut – es gibt viele Berufsfelder, in denen es an Mitarbeitern mit den benötigten Fähigkeiten fehlt. Dieses Problem wird man kurz- und mittelfristig nur durch Zuwanderung qualifizierter Arbeitnehmer und deutlich stärkere Fokussierung auf Aus- und Weiterbildung lösen können. Dies würde an dieser Stelle aber zu weit führen.

Es gibt aber auch sehr viele Berufsfelder, in denen obige These (es sind ausreichend Fachkräfte vorhanden) durchaus zutrifft und viele Unternehmen dennoch Probleme mit der Besetzung haben. Und ich denke, dass dies ein Bereich ist, an dem man ansetzen muss – zu lange Reaktionszeiten auf Bewerbungen, keine wirkliche HR Abteilung, die sich auch um die Entwicklung der Fachkräfte kümmert, eine bescheidene oder nicht existente Präsenz auf Google, Kununu, Xing und Co., mangelndes Verständnis für die Bedürfnisse unterschiedliche Generationen an Fachkräften, ein noch immer zu starker Fokus auf Branchenerfahrungen statt auf Skills & generelle Fähigkeiten …. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Es gibt keine pauschalen Antworten auf diese Fragen. Es gibt keine „Masterlösung“, die für jedes Unternehmen passt. Sollten die Unternehmen sich der Bearbeitung obiger Themen aber dauerhaft verweigern oder dies für ein kurzfristiges Phänomen halten, wird für diese Unternehmen der Fachkräftemangel ein immer ernsteres Problem werden, bei dem dann auch irgendwann der Personalberater nicht mehr helfen kann.  

 
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Über den Autor Thomas Schmitt
Thomas Schmitt (*1980) hat nach seinem Abschluss als Diplom – Betriebswirt in International Business Administration langjährige Berufserfahrung als Vertriebsleiter und Regionsverantwortlicher in der Wellpappen- und Faltschachtelindustrie sowie der chemischen Industrie gewonnen. Seit 2018 Managing Partner bei insight – International Management Consultants.