Der Kampf des Beraters mit dem Lebenslauf
Es vergeht kein Tag, an dem uns kein Lebenslauf ins Haus flattert. Kandidaten bewerben sich proaktiv, manche wollen gerne in unsere Datenbank aufgenommen werden, andere haben eine konkrete Vakanz aus unserem Stellenmarkt im Blick. Da ist es also nicht ungewöhnlich, dass man sichweiter...
Umzug für eine Topposition – weil SIE es sich wert sind!
Für einen Recruiter gehöre ich schon zu den älteren Semestern. Da mein Vater eine Karriere im Einzelhandel verfolgte, zogen wir alle drei Jahre um und zwar quer durch Deutschland. Ich ging in verschiedene Kindergärten, Grundschulen und Gymnasien in den unterschiedlichsten Bundesländern. Auch dieweiter...
Kostenerstattung für Bewerber
In Falle eines persönlichen Interviews oder eines Vorstellungsgesprächs beim Mandanten, hat ein Bewerber Anspruch auf die Erstattung seiner Aufwendungen. Dies regelt §670 BGB. Das Bürgerliche Gesetzbuch spricht hier von Aufwendungen, im Sinne von tatsächlich entstandenen Kosten. Die Erstattung der Kosten richtet sich hierbeiweiter...
Einfach nur natürlich sein
Das Interview mit dem Kandidaten ist gelaufen, Berater und Kandidat sind sich einig, dass es Sinn macht den Prozess fortzusetzen und den Kandidaten beim Mandanten vorzustellen. In dieser Situation ist es nicht unüblich, dass sich der Kandidat nochmals meldet und einige Fragen loswerdenweiter...
Ghosting – wenn Kandidaten verschwunden sind
Ghosting – mit diesem Begriff beschreibt man u.a. ein Phänomen, welches ich leider in den letzten zwei Jahren vermehrt beobachten muss. Nach einem ersten Kontakt oder einem ersten Gespräch ist der Kandidat mit einem Mal nicht mehr zu erreichen. Emails bleiben unbeantwortet, Anrufeweiter...
Karten auf den Tisch!
Wesentlich für die erfolgreiche Begleitung des Kandidaten im Prozess ist eine gegenseitige Offenheit und die ehrliche Erörterung aller für einen Wechsel relevanter Details. Es wird immer wieder einmal mit der Wahrheit bezüglich Gehalt, Dienstwagen, Mobilität und Arbeitszeitmodell „hinterm Berg gehalten“. Die Gründe hierfürweiter...
Interview digital vs. analog
Aktuell wird viel darüber spekuliert, welche Auswirkung die COVID19 Pandemie auf die Digitalisierung im Lande haben wird. Auch für die Personalberatungsbranche stellt sich diese Frage. Bis dato ist das Geschäftsmodell der klassischen Personalberatung u.a. darauf gegründet, dass man Kandidaten persönlich interviewt und Kundenweiter...
Die Führungsfalle
Vom Sachbearbeiter zum Teamleiter, vom Gruppenleiter zum Abteilungsleiter und vom Vertriebsleiter zum Geschäftsführer – die angestrebten Karriereschritte sind vielfältig und jeder freut sich über Titel, anderes Büro, Dienstwagen, mehr Gehalt. Dies steht für mehr Handlungsmöglichkeiten und Status, sowie eine höhere Anerkennung im Betrieb,weiter...
HR-Management
16.04.2019
Beitrag von Thomas Schmitt

GOPB Serie - Teil 5 - Das Interview und der Kandidatenbericht

Im vorletzten Teil unserer kurzen Blog Serie soll es heute um die Bewertung der eingegangenen Unterlagen, das persönliche Interview zwischen Kandidat und Bewerber und um die Kandidatenprofile oder -berichte gehen. 

Nachdem der Bewerber seine Unterlagen eingereicht hat, ist deren Erhalt durch den Berater zu bestätigen. Da der Berater diese gewissenhaft auf Plausibilität überprüft und ggf. weiterführende Unterlagen anfordert (sofern für die Bewertung relevant) kann ein erstes Feedback zu den Unterlagen zwischen ein und zwei Wochen in Anspruch nehmen. Natürlich sind alle Berater bemüht diese Zeiten so kurz wie möglich zu gestalten aber es liegt auch im Interesse des Bewerbers, dass man sich ernsthaft mit seinen Unterlagen und mit ihm als Person und seiner bisherigen Vita auseinandersetzt.

Sind die Unterlagen geprüft und der Kandidat erscheint als geeignet bzw. weist eine hinreichende Übereinstimmung mit dem Stellenprofil auf, wird im nächsten Schritt ein Interview zwischen Berater und Kandidat vereinbart. Dies sollte nach Möglichkeit persönlich erfolgen, damit der Berater ein solches Interview auch wirklich objektiv und sorgfältig führen kann und nicht die Tücken der Technik einem reibungslosen und angemessenen Interview im Wege stehen. Der spätere Arbeitgeber nimmt an diesem ersten Gespräch in aller Regel noch nicht teil. 

Im Gespräch geht es natürlich um die fachlichen und persönlichen Qualifikationen des Kandidaten und die einzelnen Stationen des Lebenslaufs werden nochmals genauer – im Hinblick auf die Anforderungen des Stellenprofils – miteinander besprochen. Gleichzeitig stellt der Berater dem Kandidaten das suchende Unternehmen angemessen dar und beantwortet erste Fragen, die der Kandidat zum Unternehmen oder der Stelle hat.

Sollte der Berater nach einem solchen Interview, nach wie vor der Meinung sein, dass der Kandidat eine gute Besetzung für die Stelle wäre, und erklärt sich auch der Kandidat mit einer Fortsetzung des Prozesses einverstanden, fertigt der Berater ein sog. Bewerberprofil / einen Kandidatenbericht an. Er weist den Auftraggeber dabei ausdrücklich nochmals auf die besondere Vertraulichkeit des Berichts und der darin enthaltenen Daten hin. Neben einer Darstellung der bisherigen Vita und ersten Informationen zu potentiellen Vertragsinhalten, enthält dieses Profil eine persönliche Einschätzung des Beraters zur Eignung und Passgenauigkeit des Kandidaten. Der Auftraggeber hat die Freiheit auch Kandidatenprofile abzulehnen. In jedem Fall erhält der Berater zeitnah ein Feedback vom Kunden, welche Bewerber für ein persönliches Gespräch beim Kunden eingeladen werden sollen. 

Und genau dieses persönliche Vorstellungsgespräch beim Auftraggeber sowie weitere, nachvertragliche Regelungen, werden wir kommende Woche im letzten Teil unserer Blog – Serie genauer betrachten. 

 
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Über den Autor Thomas Schmitt
Thomas Schmitt (*1980) hat nach seinem Abschluss als Diplom – Betriebswirt in International Business Administration langjährige Berufserfahrung als Vertriebsleiter und Regionsverantwortlicher in der Wellpappen- und Faltschachtelindustrie sowie der chemischen Industrie gewonnen. Seit 2018 Managing Partner bei insight – International Management Consultants.