Haben Sie noch Fragen?
„Haben Sie noch Fragen?“ Ein Klassiker im Jobinterview – Wie reagieren Sie auf diese Frage am Ende eines gut gelaufenen Vorstellungsgesprächs? Das ist eine Frage, mit der die meisten zwar rechnen, aber dennoch steigt der Blutdruck. Die Frage nach den Fragen hat aberweiter...
Arbeitgeberwechsel in der Coronakrise – ein Rückblick
Onboarding ist wie die Krönung der Verbindung zweier Menschen, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Es muss ideal sein, um eine langjährige Beziehung zu gewährleisten. Die geläufigste Definition von Onboarding ist aus „Taking on Board“ abgeleitet. Was aber, wenn die Pandemie wie ein Sturmweiter...
Eine Krise - Gott sei Dank!
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Eignungsdiagnostik - Marketing vs. Wissenschaft
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Ikigai – weshalb Sie jeden Tag aufstehen
Mal ganz ehrlich: weshalb sind Sie heute morgen aufgestanden? Weil der Wecker geklingelt hat? Weil der Hund raus musste oder die Kinder zur Schule? Weil Sie Geld verdienen müssen? Das Wort „Ikigai“ stammt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus iki =weiter...
Raus aus dem Rollendenken
Ein Mandant ruft an und erteilt uns den Auftrag eine strategisch wichtige Position im Unternehmen neu zu besetzen. Wir vereinbaren uns für das persönliche Briefing Gespräch und im Briefing Gespräch reden wir ausführlich über die Frage, woher der Kandidat denn kommen sollte undweiter...
„Man“ kann es nicht mehr hören!
In Interviews mit Fachkräften, aber auch Führungskräften, lerne ich oftmals „man“ kennen. „Man“ ist ein besonderes Wesen, denn es ist mal „ich“, mal „wir“ und mal „jemand anderes“. Für mich als Personalberater ist es wichtig zu sehen, welchen Anteil an einer Veränderung hatteweiter...
Der Kampf des Beraters mit dem Lebenslauf
Es vergeht kein Tag, an dem uns kein Lebenslauf ins Haus flattert. Kandidaten bewerben sich proaktiv, manche wollen gerne in unsere Datenbank aufgenommen werden, andere haben eine konkrete Vakanz aus unserem Stellenmarkt im Blick. Da ist es also nicht ungewöhnlich, dass man sichweiter...
Karriere
07.09.2020
Beitrag von Christina FlorKnoth

Die Positionsbeschreibung – Dealbreaker oder Türöffner?

Gute Kandidaten kontaktieren wir telefonisch. Oft hat derjenige gerade den Kopf nicht frei, um sich eine Stellenbeschreibung anzuhören und war auch nicht auf eine solche Ansprache vorbereitet. Sofort biete ich die Zusendung der «Job-Description» an. Und darum soll es in diesem Blog gehen.

Wollen unsere Kandidaten überhaupt eine Stellenbeschreibung lesen oder reicht die mündliche Darstellung der Vakanz mit einem groben Abgleich von Erwartungen und Anforderungen völlig aus, um bereit zu sein, den eigenen CV zu senden und seinen Hut in den Ring zu werfen?

Eine Umfrage unter meinen Searchkollegen ergab: 30% halten die Zusendung der Positionsbeschreibung für völlig überflüssig, da sie stets sachbezogen und nie personenbezogen ist. Damit werden Kandidaten eher verschreckt. Denn, was passiert? Man sitzt zu Hause und arbeitet sich Punkt für Punkt durch das fachliche Anforderungsprofil und personenbezogene Aufgabenkomplexe. Rückfragen sind nicht möglich – verwendete Begriffe unerklärlich. Schläft man eine Nacht darüber, bleibt eher das Nichterfüllen von Anforderungen im Gedächtnis und nicht das, was man kann und mitbringt. Also bricht der Kandidat die Beziehung ab, bevor sie hätte interessant werden können. Und zwar für beide Seiten. Ein guter Searcher kann aus dem CV des Kandidaten und einem, auf Augenhöhe geführten Gespräch eher beurteilen, ob das ein Fit wird.

70% meiner Kollegen sagen Ja zu der Exposézusendung und zwar zu Beginn des Kandidatenkontaktes. Würden Sie ein Auto kaufen, ohne sich beim Autohändler mal einen Prospekt geben zu lassen? Nein! Außerdem arbeiten wir als Branchenspezialist in einem technisch sehr anspruchsvollen Marktsegment, bei dem es auf die exakte Wortwahl bei der Beschreibung einer Position ankommt. Ohne Verbalakrobatik lässt sich die organisatorische Einordnung einer Führungsposition in eine Matrixorganisationen am Telefon auch nicht gut rüberbringen.

Ich bin daher für die Zusendung der Stellenbeschreibung. Diese muss erbarmungslos ehrlich sein, möglichst keine Fragen offenlassen und den Mandaten dabei nicht überverkaufen. Worthülsen zur Beschreibung des Führungsstils, wie z.B. ergebnisorientiert oder kooperativ sind völlig allgemeingültig und daher unnötig. Wir von Insight investieren viel Zeit in die Erstellung von Positionsbeschreibungen. Aber „ob das drin ist, was darauf steht“, müssen wir zusammen im Dialog mit unseren Kandidaten herausfinden.

Wie stehen Sie dazu? Würden Sie auch ohne vorherige schriftliche Job-Description einen Karrieresprung in ein neues Unternehmen wagen?

 
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Über den Autor Christina FlorKnoth
Christina Flor-Knoth (*1968) - Search-Consultant bei insight-International Management Consultants seit 2018. We care for people – eine Leitlinie, die sie im Recruiting von Fach- und Führungskräften nach Abschluss des BWL-Studiums (2005) an der FH-Frankfurt verfolgt. Vorher war sie als Absolventin der Textilfachschule in Nagold viele Jahre innovativ in der Aus- und Weiterbildung sowie Personalentwicklung für die Karstadt AG u.a. in Berlin, Karlsruhe, Darmstadt und der Zentrale in Essen tätig.