Haben Sie noch Fragen?
„Haben Sie noch Fragen?“ Ein Klassiker im Jobinterview – Wie reagieren Sie auf diese Frage am Ende eines gut gelaufenen Vorstellungsgesprächs? Das ist eine Frage, mit der die meisten zwar rechnen, aber dennoch steigt der Blutdruck. Die Frage nach den Fragen hat aberweiter...
Arbeitgeberwechsel in der Coronakrise – ein Rückblick
Onboarding ist wie die Krönung der Verbindung zweier Menschen, die einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Es muss ideal sein, um eine langjährige Beziehung zu gewährleisten. Die geläufigste Definition von Onboarding ist aus „Taking on Board“ abgeleitet. Was aber, wenn die Pandemie wie ein Sturmweiter...
Eine Krise - Gott sei Dank!
Eine Krise kann auch ein gewisses Geschenk sein, denn sie legt viel von dem frei, was uns sonst verborgen bleibt. In der Krise zeigt sich, wer was kann. Die Krise sucht sich die Mächtigen (die etwas bewegen wollen) und nicht die Zuständigen. Inweiter...
Eignungsdiagnostik - Marketing vs. Wissenschaft
Und welche Farbe haben Sie? Sind sie eher der blaue Typ oder doch eher der Rote? Oder beschreiben sie sich eher als ESTJ oder INTP? Oder gehören sie eher zu der Gruppe, über die ein detailliertes Reiss Profil erstellt wurde?  Eignungsdiagnostische Tools undweiter...
Ikigai – weshalb Sie jeden Tag aufstehen
Mal ganz ehrlich: weshalb sind Sie heute morgen aufgestanden? Weil der Wecker geklingelt hat? Weil der Hund raus musste oder die Kinder zur Schule? Weil Sie Geld verdienen müssen? Das Wort „Ikigai“ stammt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus iki =weiter...
Raus aus dem Rollendenken
Ein Mandant ruft an und erteilt uns den Auftrag eine strategisch wichtige Position im Unternehmen neu zu besetzen. Wir vereinbaren uns für das persönliche Briefing Gespräch und im Briefing Gespräch reden wir ausführlich über die Frage, woher der Kandidat denn kommen sollte undweiter...
„Man“ kann es nicht mehr hören!
In Interviews mit Fachkräften, aber auch Führungskräften, lerne ich oftmals „man“ kennen. „Man“ ist ein besonderes Wesen, denn es ist mal „ich“, mal „wir“ und mal „jemand anderes“. Für mich als Personalberater ist es wichtig zu sehen, welchen Anteil an einer Veränderung hatteweiter...
Die Positionsbeschreibung – Dealbreaker oder Türöffner?
Gute Kandidaten kontaktieren wir telefonisch. Oft hat derjenige gerade den Kopf nicht frei, um sich eine Stellenbeschreibung anzuhören und war auch nicht auf eine solche Ansprache vorbereitet. Sofort biete ich die Zusendung der «Job-Description» an. Und darum soll es in diesem Blog gehen.weiter...
Karriere
14.01.2019
Beitrag von Thomas Schmitt

Die kleine Lüge im Lebenslauf

Immer mal wieder erlebt man, dass ein Lebenslauf einer wirklichen Überprüfung in der Realität nicht ganz standhalten kann. Es stellt (glücklicherweise) eine Ausnahme in unserer täglichen Arbeit dar aber man sollte auch nicht unterschätzen, wie oft man falschen Informationen in Lebensläufen auf die Schliche kommt. Dabei sollte doch jedem Bewerber klar sein, dass Lügen und Halbwahrheiten im Lebenslauf viele Risiken bergen. Nicht nur dass man dadurch oft keine Chance mehr hat, den gewünschten und angestrebten Job zu bekommen – im schlimmsten Fall und bei besonders dreisten Lügen im Lebenslauf drohen weit härtere Strafen als nur die Nichtberücksichtigung im Wunsch – Job.

Aber wann genau kann man von einem „gefälschten“ Lebenslauf sprechen? Was ist erlaubt und wo fängt es an „schwierig“ zu werden?

Wenn man es besonders kritisch sieht könnte man sagen, dass fast jeder Lebenslauf die ein oder andere kleinere Unwahrheit enthält. Eine kleine Verbesserung hier, eine besonders positive Formulierung dort und dann vielleicht noch eine Eigenschaft als besondere Stärke darstellen, auf die der neue Arbeitgeber besonderen Wert zu legen scheint. Man ist bestrebt die beste Version von sich zu präsentieren und das ist auch nachvollziehbar. Die Frage wo hier die Grenze zwischen einer bewussten Lüge und einer etwas gedehnten Wahrheit liegt, ist stets eine Einzelfallbetrachtung und kann mit Sicherheit nicht allgemein beantwortet werden. Wenn aber die Abschlussnote im Studium auf einmal deutlich besser aussieht als sie in Wirklichkeit war, wenn bewusst Zeiten der Arbeitslosigkeit verschwiegen werden, wenn man Fortbildungen aufführt, die man in Wirklichkeit nicht besucht hat,…dann ist die Grenze der positiven Selbstdarstellung bei weitem überschritten.

Wir würden allen Bewerbern zur Ehrlichkeit raten, denn Ehrlich währt bekanntlich am längsten. Haben Sie Vertrauen in ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeit. Stehen Sie auch zu Lücken und Sprüngen im Lebenslauf. Stellen Sie überzeugend dar, warum Sie der richtige Kandidat für eine Vakanz sind. Und nehmen Sie auch in Kauf, dass es immer der Fall sein kann, dass es einen besser qualifizierten Bewerber geben kann, als Sie. Das ist aber immer noch deutlich besser als auf Basis von nicht ganz korrekten Informationen einen Job erhalten zu haben, dem man dann nicht gewachsen ist und von dem man nach wenigen Wochen und Monaten dann doch wieder entfernt wird. Ein solcher Bruch im Lebenslauf ist in jedem Fall erklärungsbedürftig  – egal wie gut die anderen Informationen auch aussehen mögen.

 
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Über den Autor Thomas Schmitt
Thomas Schmitt (*1980) hat nach seinem Abschluss als Diplom – Betriebswirt in International Business Administration langjährige Berufserfahrung als Vertriebsleiter und Regionsverantwortlicher in der Wellpappen- und Faltschachtelindustrie sowie der chemischen Industrie gewonnen. Seit 2018 Managing Partner bei insight – International Management Consultants.